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Die Extremadura

Ein Naturparadies im Westen Spaniens

Weitab von den Stränden der spanischen Küste, vom Massentourismus der Urlaubsinseln und dem hektischen Treiben der Städte Madrid oder Barcelona, gibt es noch ein Spanien, das mit unseren ersten Assoziationen nur noch wenig zu tun hat. Selbst die Spanier wissen nur wenig über die Extremadura, einer Region abseits der touristischen Hauptrouten.

Unsere vielseitige Winterreise in die Extremadura ermöglicht einen Einblick in die Winterheimat der rund 70'000, meist aus Nordeuropa stammenden, Kraniche. In den offenen Stein und Korkeichenwäldern, auch Dehesas genannt, suchen sie gemeinsam mit Millionen von Ringeltauben und schwarzen Iberischen Hausschweinen nach Eicheln. Auch andere Zugvögel wie Kiebitze und zahlreiche Singvögel halten sich in dieser Zeit in den Dehesas und im mediterranen Hartlaubwald des Nationalparks Monfragüe auf. In den Hügel- und Bergketten sind Kaiser-, Stein-, und Habichtsadler heimisch und immer wieder begegnet man Mönchs- und Gänsegeiern. Die Extremadura, im Südwesten Spaniens gelegen, ist eine der letzten weitläufigen Kulturlandschaften im mediterranen Europa. Entlang der Bäche und Flüsse sind verschiedene Reiherarten sowie Schwarz- und Weissstörche anzutreffen.

Lagune von Gallocanta
Ein Kranichrastplatz von herausragender Bedeutung

Der Abend färbt die Schwingen schwarz und lässt den Himmel leuchten in dunkelstem Blau. In langen Ketten ziehen die Kraniche zu ihren Schlafplätzen über die Hügelketten hin zur Lagune von Gallocanta in der spanischen Provinz Aragón.

Die Landschaft wird rauer, grauer. Kaum Bäume, hin und wieder Weinstöcke, die ihre knorrigen Äste über die ausgedörrte Erde schieben. Kleine Ortschaften schmiegen sich an runde Bergrücken, verteilt rund um die Lagune. Viele, vor allem junge Leute, haben diese Gegend bereits verlassen.

Hier liegt die Laguna La Gallocanta - ein flacher und salzhaltiger See mit einer Ausdehnung von rund 1.500 Hektar . La Gallocanta ist attraktiver Anziehungspunkt für die Kraniche, die den anstrengenden Flug über die Pyrenäen erfolgreich gemeistert haben. Der Flachwassersee eignet sich sehr gut als Ruheplatz,. Kraniche schlafen stehend im Wasser. Außerdem liegt La Gallocanta in einem Becken, das intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Vor allem seitdem dort die Frühaussaat des Getreides praktiziert wird, sammelten sich immer mehr Kraniche. Treffen von über 50.000 Großvögeln sind nun keine Seltenheit mehr.

Weitere Informationen zur winterlichen ornithologische Reise und der Fotoreise in unseren PDF-Dateien.